11 – time flies

gozo #lina36
es gibt kaum noch olivenbäume auf gozo. sind sie erst einmal da, wird man olivenbäume so schnell nicht los. man kann sie ausgraben, abschneiden, verbrennen… bleibt auch nur ein kleines stück olivenbaum zurück, wird im nächsten jahr wieder ein neuer trieb an derselben stelle wachsen. bauern pflanzen nicht gern olivenbäume, denn sie müssen zwanzig jahre warten bis die bäume groß genug sind um eine ertragreiche ernte zu versprechen. der olivenbaum steht für die hoffnung. lina’s hoffnung auf den EINEN ist ähnlich zäh. oft gab sie die hoffnung auf, sägte den stamm des gedankens an eine erfüllte liebesbeziehung ab, grub ihre wurzel des glaubens an eine ideale partnerschaft aus, verbrannte ihren wunsch nach wahrer liebe zigfach… versuchte lina die hoffnung auf den richtigen auch noch sooft im keim zu ersticken – die hoffnung ließ unbeirrt im frühling wieder ihre triebe wachsen. egal wie steinig auch der boden des zweifels, wie trocken die witterung des herzschmerzes und wie gnadenlos die hitze der ungeduld ihr den weg erschweren – die hoffnung hält. und auch auf gozo werden wieder olivenbäume gepflanzt. es braucht zeit, aber wie der touristguide mehrfach erinnerte: time flies on gozo!
…10 days to go(zo).4
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