Bananenschnitte

ich
geb’s
auf.

Dieses ständige
Bemühen
und dann kommt nix dabei raus.

Bananenschnitten.
Der Teig wird zur Gummifolie.
Der Belag ein einziges Experiment.
Pudding war die doppelte Menge als angegeben zu verwenden, sonst wär das nix geworden. Danke für den Tipp an den Helfer. Nur ungern lasse ich mir dreinreden, wenn ich mich doch gerade darum bemühe alles RICHTIG zu machen… Und dann hat er auch noch keinen Geschmack, der Pudding, – weil nach Hermine Klein’scher Manier gehört der natürlich: ganz ohne alles.
Mit viel Milch.
Und dann erst die Schoko-Kakao-Butter-Honig-Schlageobers…-Glasur.
Alles fließt.
Immer noch – nach 2h Kühlschrank.
Die Bananen?
Sind zwar gut,
Da konnte ich auch nicht viel falsch machen –
Doch Hermine Klein lässt sie mich in Riesenstücke schneiden.
Das kann man doch nicht beißen, Frau Klein!

Nein, diese Bananenschnitte kann ich nicht zur Einstandsfeier mitbringen. Blöd nur, dass der Reserve-Mamorkuchen, den ich in weiser Voraussicht besorgte, beim Nachhauseweg im Rucksack zerquetscht wurde.

Und jetzt?

Ich
geb’s
auf.

Andere würden sagen:
„aber-
und.“

Guten Appetit, Ihre hk.

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Feine Nusstorte

Hierhin kommt der Text. Und wie mach ich das wieder mit dem Foto? So lange nicht mehr gebloggt und dann auch noch mit dem Smartphone, wo jeder zweite Buchstabe vertippt, gelöscht und wieder neu geschrieben werden muss.

Feine Nusstorte mit grober Füllung

So, jetzt wird das Bild in den Text gefügt und nicht davor. Es gibt wieder eins auf die Nüsse, in die Nüsse, mit Nüssen. Müssen es immer wieder die gleichen… was will ich denn überhaupt sagen, zum Ausdruck bringen?

Blogggg. Lebst du noch? Ich hab dir jetzt eine feine Küche gebaut. Mit FreundInnen! Freust du dich nicht? Komm schon, sag etwas. Gibt es dich noch? Willst du noch beschrieben, mit Bildern bestückt und feinen Nusstorten bebacken werden?

Frau Klein, haben Sie in dieser Welt noch Zeit für etwas Gaumenfreude und Schreibarbeit?

Liebe LeserInnen, es ist nicht so, dass ich nicht an Sie denke. Was wenn es um das Überleben einer Sache geht? Soll man und frau dann das Herz ausschalten und produzieren oder ruhig werden und pausieren? Für wen? Für Sie, sich selbst oder gar für gar niemanden. Einfach ins Leere tippen. Ich?

Und jetzt zur Torte. Fein oder grob. Puddingcreme flüssig musste abgekratzt und durch eine Sahne-Banane-Krümel Schicht ersetzt werden. Hab auch schon wieder von der Hermine Kleinschen Notlösung: Schlag drüber! Gebrauch gemacht und alles Unfeine ganz grob unter den Schlagteppich gekehrt. Schlagfertig wurde sie dann zur Kücheneinweihung einem Gremium aus helfenden Händen präsentiert und von gnädig gestimmten Mägen toleriert. A Nusstort’n halt!

Guten Appetit, Ihre HK.

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Mütze

…das sind ja plötzlich ganz neue maschen mit denen herminekleinblog hier aufwartet: sie hat ’ne mütze! und was für eine! selbst gehäkelt. und wieder aufgetrennt. und wieder neu gehäkelt. und dann plötzlich: fertig. und sie sitzt! die haube hält. ganz ohne treibgas. bei schnee, wind und überhaupt allen drei wettern…

…hat zwar alles nicht viel mit kochen zu tun. oder essen. aber zur braven hausfrau gehört das häkeln von mützen allemal. und wie sie sich reinhängt diesesmal, frau klein wäre stolz. keine spur von faulheit. 5000 maschen für mehr farbe, frieden und fraulichkeit…

…möge hermine klein blog woll behütet sein. vor allem weil winter is jo coming. again and again. drum häkelt sie gleich auf vorrat. 6 Stück pro Woche… jeden tag eine neue mütze. jeder tagesverfassung ihre behütung. der passende deckel zu jedem kopftopf…

…herminekleinblog im häkelfieber. volle wolle! mögen auch sie, verehrte leserInnenschaft, woll behütet sein! bestellungen werden ab sofort entgegengenommen! mütze: woll behütet – by herminekleinblog – für die ganze familie! und natürlich nur in vollwertiger echter wolle und baumwolle. nix mit polyester. dafür mit bommel…

guten haubetit, ihre hk

#vollwollig #wollbehütet #tricolor #mütze #byherminekleinblog #winteriscoming #winterishere #kopftopf #halbestäbchen #müze

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Elisen-Lebkuchen

Elisen-Lebkuchen braucht Zeit.

Deshalb machte  ich mir wohl erst nach über acht  Jahren Hermine Klein Blog’s die Freude und hackte, backte, schälte und glasierte diesen sonderbar untypischen oder mir unbekannten Lebkuchen.

Schon das Hacken der Mandeln war für das Stadt-Prinzesschen – zu dem ich mittlerweile verkümmert bin -Schwerstarbeit und verschuf mir Blasen an den Fingern. Doch während die Orangeate einweichte und der englische Bär das Junge sittete, blieb ausreichend Zeit, um mich mit meinem Kinderjausenmesser der Mandelzerhackprobe zu stellen.

Elisen-Lebkuchen braucht Zeit. Und Pfeilwurzelmehl auch. Pfeilwurzelmehl ist in den Slums dieser Stadt nicht zu bekommen und die Oblatten waren überraschenderweise vermutlich schon längere Zeit aus der Schachtel verschwunden gewesen… Im Grunde hatte ich wohl etwas zu wenig Zeit für Elisen-Lebkuchen vor allem wenn Stadtverkehrsstau und Weihnachtsgrippe es einer unmöglich machen in der wohlbehüteten Komfortzone des Grazer Nobelviertels ihre Bioläden durchzudringen…

To make a longlstory short: So füllte ich also dieses seltsame Mandel-Honig Gemisch über Nacht in kleine Förmchen. Ohne die Pfeilwurzelbrise war das ganze sowieso zu flüssig um sich auf Scheiben zu halten…

Natürlich ist das alles, Mandel-Honig-Teig und Papierförmchen, beim Backen eine beinahe unzertrennbare Symbiose eingegangen, was meiner mittlerweile Fuß gefassten Beziehungsneurose natürlich gehörig gegen den Strich ging. Um diese Verbindung schleunigst zu sabotieren und einen getrennten Zustand wiederherzustellen machte ich mich nach der heißen Backofenszene daran, jedes einzelne Futzerl Papier in untypischster Sorgfalt wieder vom Kuchen herunterzukletzeln. Ganz nach dem Motto: die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen. Und noch mehr Blasen.

Frisch getrennt und schwarz glasiert liegen sie nun in der Eiseskälte am Balkon, wo von den lauen Sommernächte längst vergangener Tage nur noch eine eingerollte Hängematte übrig geblieben ist. Diese bittere Stimmung wird ihnen ihre letzten romantischen Gefühle aus erster Backnacht ausfrieren…

…oder aber es war eh schon das Christkind da und hat sie alle aufgegessen. Vielleicht bleibt ja bei diesem mitternächtlichen Balkonfliegen auch ein Christkind-Patscherl in der Honig-Mandel-Teig-Schoko-Geschichte kleben und es gibt endlich einen Anhaltspunkt um sich auf die Suche nach dem echten Christkind zu machen… Der Schuh ist zu klein, das echte Christkind ist noch daheim. Viel zu viel Christkind für dieses Blog. Und jeden Geschmack.

Kurz gesagt: Der Elisen-Lebkuchen ist wie die Liebe.

Er braucht Zeit.

Er schmeckt süß. …und gut. …so gut.

 

Und: er tut weh.

 

Guten Appetit, Ihre HK.

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Vanillekipferl

Vanillekipferl.

Ein klassisches Weihnachtsgebäck. Klassischer Weise gebacken mit mindestens einem einschlafendem Kind. Haben Sie als Kind auch auf der Küchenbank eingeschlafen, während ein Elter Kanillewipferl wutzelte und der Backofen wohlig warm einheizte? Also ich mag mich erinnern so was in der Art erlebt zu haben. Gut möglich, dass daher der Wunsch entstand, einmal ein Bett in einer derart heimeligen Atmosphäre aufzustellen, sodass ich heute, ca 30 Jahre später, stolze Besitzerin eines Klappbettes inmitten der Wohnküche bin.

Mittlerweile hat diese wohlige Gemütlichkeit sämtliche Mitbewohner dieser Wohngemeinschaft überzeugt und während ich nun, Vanillekipferln naschend tippe und blogge, in dieser hyperhygge Wohnschlafesskinderzimmerküchenbackstube, erklingen bereits sanft die gleichmäßig knatternden Atemgeräusche meines schlummernden Schützlings. Schlaf in himmlischer Ruh!

(flüstern) gutenAppetit, Ihre HK.

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Käsestangen Burgund

Advent.

Drei Kerzen.

Viele burgunder Käsestangen.

Käsestangen sind gut und ich liebe burgunder Käsestangen sowieso.

 

So beginnt der Eintrag. Mit einem Gedicht, gerade erfunden. Erfinden ist wie Lügen, bis es dann tatsächlich da ist. Dann ist es wahr, erklärt Petterson beim Katerlog schauen. Bestellen, basteln, selber backen. Weihnachtsgrippe ist angekommen. Ho, ho, hotschi. Schi kaufen oder was? Zum Glück stecke ich jetzt nicht am Flughafen Gatwick fest. Manchmal ist es gut, wenn frau sich nicht alles leisten kann, was sie sich wünscht. Adventliche Bescheidenheit. Dinkelmehl und Bergkäs. Ich wünschte ich könnte mir was einmaliges zurückwünschen, a la mariah carey: all I want for Christmas…, aber das kann frau sich nach den letzten Einträgen bei aller Bescheidenheit einfach nicht mehr leisten. Und Sie mussten das ertragen. Wollen wir uns wieder vertragen? Wollen wir  nun diesen Stillen Abend in vollwertigster Hermine Klein Blog Manier im Alleingang beschreiten? Nicht mehr streiten. Friedliche Sitten. Keine Bitten oder Wünsche mehr. Die letzten kaufbaren noch ergattert, Pinsel und Einhandgarnierspritze schmieren mir Honig und Eigelb ums Maul. Verwandeln das Gefühl der Schwere und Leere, Sehnsucht und Traurigkeit, dieses in dunkelster Rauhnacht schmerzende Herz am Ende doch noch in den honigsüßen, dottergelben Nektar der Selbstzufriedenheit. Oh what little Backtag can do. Still. Still. Still we could use some magic. Feeding the demons, not fighting them. Inviting them for Xmas. Wir brauchen mehr Käse. Zumindest. Aber genug des Geschriebenen, Aufgeriebenen.

Eintrages.

Eines Tages.

Eines Tages Eintrag.

Vergangen ist ein Tag und fertig dieser Eintrag sowieso.

Guten Appetit, Ihre HK.

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Topfentorte

Eine Topfentorte ist ein Käsekuchen. Das ändert nichts an der Tatsache, dass es ein Topfen ist, oder ein Käse, wenn das, was man mit Liebe und Sorgfalt entwickelt hat, zerfällt. Trotzdem schmeckts, zumindest oberflächlich. Weil unten drunter ist es verkohlt. Schall und Rauch. So ein Topfen. Diese Topfentorte zerfällt! Und das Land mit ihr. Guten Appetit, Ihre HK.

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